Monatsarchiv für April 2009

“Ich kann auch anders!”

Dienstag, den 7. April 2009

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Gemaltes, Gezeichnetes und Gesägtes von Tony Munzlinger zum 75.
 Ausstellungseröffnung am 17. Mai 2009, 11 Uhr, am „Internationalen Museumstag“ im Wittlicher Georg-Meistermann-Museum   Am „Internationalen Museumstag 2008“ präsentiert das Wittlicher Georg-Meistermann-Museum die Jubiläumsausstellung zum 75. Geburtstag von Tony Munzlinger.

Durch seine parodistischen und satirischen Zeichnungen, Grafiken, Plakate, Malereien, Wandbilder, Keramiken und Filme wurde der gebürtige Wittlicher einem internationalen Publikum bekannt. In Life, Times, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit und unter anderem in der Pardon wurden seine pointenreichen Karikaturen immer wieder veröffentlicht. Zahlreiche Ausstellungen und aufwendig gestalteten Publikationen haben dem Autodidakten eine große Aufmerksamkeit und Anerkennung beschert.

 Der Mensch, der Jazz, die Natur, die Tiere und der Tod beschäftigen Munzlinger in besonderer Weise.Folglich sind das Anthropologische, das Leben, die Vergänglichkeit, die Melancholie und die Skurrilität des Alltages seine ureigenen Themen. Aus tagespolitischen Aktualitäten hingegen hält er sich lieber heraus. Nicht das Streitbare, die Kontroverse oder der politische, zynische Biss interessieren ihn, sondern das genaue Beobachten und analytische Beschreiben. Dennoch ist seine Bildsprache genauso liebevoll zugespitzt wie seine Stifte. Deren Vokabular lebt sowohl von der spielerischen Ironie, dem hintergründigen Witz, der entlarvenden Wiedergabe als auch von der nachdenklichen Tiefe.Dabei überrascht Munzlinger immer wieder mit einem Feuerwerk an Einfällen, die den oberflächlichen Kalauer genauso meiden wie den moralischen Fingerzeig.  Deutlich merkt man dem themenreichen und beredten Gesamtwerk an, dass dem Künstler die sprachwitzigen Bildideen und geistreichen Reflektionen niemals ausgehen. Mit schneidigem Strich, raffinierten Formlösungen und leuchtenden Farben dringen sie nicht nur in den Kopf, sondern ebenso in die Seele des Betrachters ein. Sinnliche Augenlust, überbordende Phantasie und der augenzwinkernde Charme über die menschlichen Absurditäten zeichnen die künstlerische Handschrift von Tony Munzlinger aus. Bei im wird der Mensch nicht lächerlich gemacht, sondern die komischen Seiten des menschlichen Daseins auf die Schippe genommen. Dass es dabei viel zu lachen gibt, ist gewollt, wie ansonsten wollte man die mannigfaltigen Lächerlichkeiten des Lebens ertragen. 

Kulturamtsleiter Dr. Justinus Maria Calleen führt zur Ausstellungseröffnung ein Künstler- und Ateliergespräch mit Tony Munzlinger.Mit Improvisationen am Klavier wird Christoph Adams auf die Werkschau reagieren. Die Ausstellung „Ich kann auch anders!“ von Tony Munzlinger ist im Georg-Meistermann-Museum vom 17. Mai bis 26. Juli 2009, dienstags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr, samstags 11 bis 17 Uhr, sonntags und feiertags von 14 bis 17 Uhr, bei kostenfreiem Eintritt zu sehen. Sie ist als Kooperation mit den „Eifel-Kulturtagen 09“ angelegt.  Text: Dr. Justinus Maria Calleen

HAPPY BIRTHDAY TONY !

Donnerstag, den 2. April 2009

Am heutigen 2.ten April feiert Tony Munzlinger seinenrunden 75.sten Geburtstag. Herzliche Glückwünsche dazu !!!!!!Bleib’ so, wie De bis, Jung ! 

Wiez gibt es nicht !?

Donnerstag, den 2. April 2009



Tony Munzlinger hat tatsächlich eine Jubiläumsausstellung “Ich kann auch ganz anders” ab 17. Mai in Wittlich. Ein Etikett für Wittlicher “Wiez” hat er aber nicht gestaltet: Das neue Getränk ist ein Aprilscherz.  Wittlich. (sos) Der für den gestrigen 1. April angekündigte erste Ausschank des neuesten Naturproduktes der Wittlicher Winzergemeinschaft hat nicht stattgefunden. Es gibt zwar in Wittlich eine Salami “Säubrenner Stägken” aber nicht den “Wiez” als neuestes gemeinsames Marketingprodukt für Wittlich und die vier Winzer der Stadt. Dieser Schaumwein mit Viezapfelgeschmack müsste tatsächlich erst noch erfunden werden. Der gestrige TV-Artikel war ein Aprilscherz.
 
Ob “Wiez”, der als neuester Aperitif aus Wittlich angepriesen wurde, schon bei den Weingütern nachgefragt wurde, ist unbekannt. Es können übrigens auch keine “Wiez-Weekends” bei den Hoteliers gebucht werden.

Aprilscherz á la Tony

Donnerstag, den 2. April 2009

Wittlich. (sos) Dass an der Lieser bester Wein gelingt, dafür stehen die Weingüter Lütticken, Mertes, Zender-Göhlen und Losen-Bockstanz. Sie setzen auch auf gemeinsame Auftritte nicht nur zu Weinproben. 
 
Und was bei der vergangenen Präsentation im Casino als “Schnapsidee” geboren wurde, soll nun umgesetzt werden: Ein gemeinsames Produkt, ähnlich dem Stägken, das für Wittlich und seine Winzer wirbt. Zunächst dachte man an einen hochprozentigen Tropfen: “Wettlia Trester”. 
 
Doch davon nahmen die Winzer Abstand. “Der Kunde bevorzugt leichte, schlanke, spritzige Weine. Außerdem bieten die Kollegen an der Mosel bereits erstklassige Trester an. Wir wollten etwas Neues kreieren”, sagt Heinz Zender, Sprecher der Winzergemeinschaft. 
 
Und da an der Lieser auch der Apfelwein beheimatet sei, die “Viezmühle” erinnert daran, habe man überlegt, wie man von dieser Tradition profitieren könne. 
 
Das Ergebnis heißt: Wiez, klingt nach Wittlich und Viez, ist aber ein spezieller Wein. “Das hat absolut nichts mit so genanntem Colawein zutun, der ein reines Industriegetränk ist. 
 
Wiez ist ein einheimisches Naturprodukt nach unserem bewährten Reinheitsgebot gekeltert. Es war ein bisschen schwierig, das typische Viezapfel-Aroma auszubauen, ohne den Schaumwein-Charakter zu überdecken, aber es ist uns, glaube ich, sehr gut gelungen”, teilen die Winzermeister mit. 
 
Das Etikett hat Künstler Tony Munzlinger gestaltet, der im Kelterhaus Weingut Lütticken im Mai eine kleine Schau haben wird und dessen Werk anschließend unter dem Motto “Ich kann auch ganz anders” zum 75. Geburtstag eine Jubiläumsausstellung im Georg-Meistermann-Museum gewidmet ist. Der Wahl-Italiener sagt zum Wiez: “Toll. Ich habe den Pichterberg mit den Wingerten ja oft gezeichnet. Dass jetzt ein Wein dieser Lagen nach Apfel schmeckt, finde ich richtig wietzig.” 
 
Er lacht: “Und zum Wiez-Thema könnte ich mir auch schon ein Wittlich-Plakat vorstellen.” Zur Vernissage am internationalen Museumtag wird der Wiez, der ein frischer Aperitif ist, in signierter Sonder-Edition angeboten. 
 
Ansonsten gibt es die Flasche zu vier Euro ab sofort bei den Winzern und heute an deren Probierstand vor der historischen Posthalterei am Marktplatz von 11 bis 16 Uhr. Der Stadtmarketingverein unterstützt die Aktion. 
 
Die darin organisierten Gastronomen planen einen Wiez-Abend, die Hoteliers Wiez-Weekends. Karsten Mathar will in limitierter Serie ein Sektglas mit Wiez-Gravur in der Touristinfo anbieten. 
 
Am heutigen Erstverkaufstag wird um eine Spende gebeten für den Naturschutzbund (Nabu), der sich vor Ort für den Erhalt der Streuobstwiesen am Zwetschenberg einsetzt.