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Archiv der Kategorie ‘Neuigkeiten‘

Unterwegs nach Absurdistan

Donnerstag, den 21. Mai 2009

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Von Eva-Maria Reuther // Trierischer Volksfreund 20.05.2009

Mit überwältigendem Andrang ehrt Wittlich “seinen” Tony Munzlinger. Zur Eröffnung der Ausstellung zum 75. Geburtstag des in der Lieserstadt geborenen, international renommierten Künstlers war “ganz Wittlich” ins Georg-Meistermann-Museum gekommen. Unter den Gratulanten waren unter anderem der Promi-Wirt Friedel Drautzburg, der als Freund einführte und Christoph Adams am Klavier. Der Trierische Volksfreund präsentiert die Veranstaltung im Rahmen der Eifel- Kulturtage.

 Wittlich. Zwei blaue Kulleraugen leuchten aus den schwarzen Höhlen des Totenschädels mit der Clownsnase. “Mein Wappen sozusagen”, lacht Tony Munzlinger, und durch das Lachen klingt Ernst. Tatsächlich sind der kahle Schädel mit den Zahnlücken und die lustige rote Knollennase so etwas wie die beiden Pole im Leben und in der Arbeit des Malers, Zeichners, Cartoonisten und Trickfilmers. Auch wenn er in Italien lebt, so ist der Künstler doch immer unterwegs, um in der Provinz des menschlichen Alltags das Land Absurdistan aufzuspüren. Das setzt er mal bunt, mal bitterböse ins Bild, mit hintergründigem Humor, genau auf dem Punkt, aber immer vergnüglich anzusehen. Schier unerschöpflich sind der Einfallsreichtum und die Erzählkunst des kleinen grauhaarigen Mannes, dessen Spaßigkeit bisweilen den inneren Rückzug zu decken scheint. Tony Munzlinger gehört zu den besten Karikaturisten dieser Zeit. Das legendäre Life Magazin widmete ihm ein Cover, seine Trickfilme sind unvergessen, seine Bücher begehrt, seine Preise zahlreich. In der umfangreichen Werkschau zum 75. Geburtstag ist der ganze bildkünstlerische Munzlinger zu besichtigen, mit seinen vielen Facetten, seinen Landschaften, seinen Temperamenten und Vorlieben, wozu selbstredend die Musik gehört. Nicht ohne Grund gelang ihm mit seinem Buch “Jazz” in New York der Durchbruch.  Als professioneller Dilettant pflegt sich der Maler ohne akademische Ausbildung gern selbstironisch zu qualifizieren. Woran er allerdings keinen Zweifel lässt: “Ich strebe handwerkliche Perfektion an”. Die fällt auch gleich in Wittlich ins Auge, zudem seine Lust an der Farbe wie am kunstgeschichtlichen “Crossover” vom Mittelalter bis zum poppigen Comic. Allerdings: auch wenn’s noch so bunt wird, Munzlingers Bilder bleiben meist ein wenig kühl, nur hier und da wird ein anderer Munzlinger sichtbar, ein Poet mit zarter Seele. Wie unerbittlich genau er sieht, zeigen Arbeiten wie sein “Gotteskrieger” und sein “bloßgestellter Papst”. Die bewegendsten Bilder bleiben freilich sein “Totentanz”. Erste Erfahrungen mit dem Tod machte der Künstler seinerzeit auch in Wittlich, damals, als er als Messdiener zu “Letzten Ölungen” mitgehen musste. Jahre später schickte er seinem ersten Verleger mit sicherem Marktinstinkt “einen Posten (gezeichneter) Leichen” und war im Geschäft. Heute sagt der Mann mit dem unüberhörbaren Ernst hinter dem Lachen: “Ich denke jeden Tag an den Tod”. Er kann eben immer auch anders.

“Wir haben Besuch”

Dienstag, den 19. Mai 2009

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 Sonntag, 11 Uhr, Messe in St. Markus oder Museumsbesuch im Alten Rathaus? Für Letzteres entschieden sich rund 200 Menschen in Wittlich. Dort trafen sie Tony Munzlinger und sahen die Jubiläumsausstellung zu seinem 75. Geburtstag. Motto: “Ich kann auch ganz anders”. 

Wittlich. (sos) “Krawattenzwang” heißt eines seiner Werke, “Wir haben Besuch” ein anderes. Und wenn Tony Munzlinger Besuch bekommt, gilt sicher kein Krawattenzwang, und es lugt naturgemäß auch keine Knochenhand aus dem Anzugsärmel. Allerdings ziemlich in Schale geworfen haben sich die meisten, die am Sonntagmorgen zielstrebig im Georg-Meistermann-Museum die Treppe hinauf in den alten Ratssaal strömten. Dort kam es zum Stau. Um elf Uhr war dann praktisch wegen Überfüllung geschlossen.
 
“Draußen vor der Tür” - auch ein Titel eines Werks des gebürtigen Wittlichers - war es trotzdem nicht ungemütlich. Außer für die, denen etwa Munzlingers spezieller Humor womöglich immer noch das Gruseln lehrt. Angefangen bei den schwarzgetuschten satirischen Arbeiten aus der legendären Reihe “Warum leben Sie noch” - das Buch erschien 1962 (!) - bis zu den skurrilen Bilderehen, die Leben und Tod als ewiges Bündnis auch in Munzlingers neuen Arbeiten eingehen. Dabei nimmt der Künstler diese Allianz stets gelassen, bei ihm kann ein Skelett halt die Bizeps zeigen. Das Leben ist trotzdem schön. Jedenfalls gibt es zum Leben schöne Orte. Die zeigt Munzlingers “autobiografisches Landschaftspuzzle”. Das sind 33 kleinformatige, kunterbunte Landschaftsbilder, die dicht an dicht gehängt, zum Spaziergang durch Tonys Welt einladen. 
 
Über Tonys Welt konnte man im proppenvollen Ratssaal zur Vernissage etwas von Albert Klein, der als erster Beigeordneter die Schau eröffnete, und Friedel Drautzburg, ebenfalls ein Wittlicher “Promi”, erfahren. Vielleicht noch mehr im Anschluss an die Reden, glaubt man an die Magie der Musik. Da lehnte Tony Munzlinger entrückt am Tisch, sanft zum Klavier gebeugt, das Christoph Adams spielte. Dazu gesellten sich Kontrabass und Saxofon, ein Stück hieß “Schladter Mühle”. 
 
Da verschränkte der zuvor beklatschte Künstler seine Arme und schien leise in Gedanken mit seinen musikalischen Freunden an die Lieser zu flüchten. Eine kleine Melancholie später, ein junges Lachen hebt die Augenbrauen, letzter Applaus des Morgens. Der kam von Tony Munzlinger und galt der Musik.

Willkommen auf dem Tony Munzlinger Blog

Donnerstag, den 3. Januar 2008

Hallo liebe Munzlinger-Freunde !

Schön, daß Ihr es auf das Blog geschafft habt.
Auf dieser Seite werdet Ihr in Zukunft über alles Aktuelle, was die Aktivitäten von Tony Munzlinger betrifft, informiert werden. Aber auch Änderungen auf der Website, neue Projekte, Ausstellungen, Vorstellungen von Shopartikeln etc. werden hier aktuell gepostet, so daß Ihr immer auf dem Laufenden seit. Über Kommentare freuen wir uns natürlich immer, auch Anregungen sind hier gerne gesehen. Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch Chris Marmann