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Archiv der Kategorie ‘Ausstellung‘

“Jazz- for cats only” - Ausstellung in WALLDÜRN im Odenwald am 6. Mai 2010

Dienstag, den 27. April 2010

Werke von Tony Munzlinger ab 6. Mai im Reil’schen Haus zu sehen - Eine Hommage an die Musiker des Jazzgenre.Eine Kunstausstellung der besonderen Art wird am Donnerstag, 6. Mai, um 18 Uhr im Reil’schen Haus, Hauptstraße 41 eröffnet. Es werden Werke von Tony Munzlinger unter dem Titel “Jazz - for Cats only” gezeigt.Tony Munzlinger, wurde 1934 in Wittlich an der Mosel geboren, und wie er selber sagt, in der Mosel. Besondere Aufmerksamkeit erzielte er 1965 mit seinem Buch “Jazz - for Cats only”, eine mit Feder und Tusche gezeichnete Hommage an die großen Jazzmusiker, vornehmlich amerikanischer Herkunft, in dem er zugleich auch seine Erfahrungen mit der Musik sowie seine musikalischen Vorlieben mit pointiertem Witz und präziser Federschrift reflektierte. “Life”, die legendäre Illustrierte, widmete diesem Buch mehrere Seiten und spendierte Munzlinger obendrein das Cover. Eine Auszeichnung, die nur selten deutschen Künstlern oder Fotografen zuteil geworden ist. 1968 siedelte Tony Munzlinger nach Casesi bei Viareggio nach Italien über, wo er bis 1998 lebte und arbeitete. Mittlerweile ist Tony Munzlinger nach Strela di Compiano in den ligurischen Appenin umgesiedelt.Die ausgestellten Bilder haben alle ein Thema: Den Jazz, genauer gesagt: den Jazzmusiker. Es sind keine Portraits. Und dennoch geben Sie den Charakter der Künstler, den Charakter Ihrer Musik genauer wieder als manche bemühten Wortanalysen. Die Blätter von Tony Munzlinger sind grafische Psychogramme von Musikern und Ihrer Art, Jazz zu spielen. Dass diese Zeichnungen Anspielungen enthalten, sei zugestanden. Aber es ist gerade die Kunst Munzlingers, aus Anspielungen ein graphisches Werk zusammenzusetzen. Dem puren Musikfreund sind sie wertvoll wegen Ihrer inspirativen Nähe zur Musik; dem Freund guter Graphik sind sie wertvoll wegen Ihrer von jedem Anlass unabhängigen, überzeugenden graphischen Formung.Zum ersten Mal hat es hier ein Künstler verstanden, das Wesen des Jazz zu erfassen, wiederzugeben und gleichzeitig eigenständige Graphik zu schaffen.

Ausstellung verlängert !

Mittwoch, den 3. Juni 2009

Die Tony-Munzlinger-Ausstellung “Ich kann auch anders!” wird bis zum 14. August 2009 verlängert. 

Unterwegs nach Absurdistan

Donnerstag, den 21. Mai 2009

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Von Eva-Maria Reuther // Trierischer Volksfreund 20.05.2009

Mit überwältigendem Andrang ehrt Wittlich “seinen” Tony Munzlinger. Zur Eröffnung der Ausstellung zum 75. Geburtstag des in der Lieserstadt geborenen, international renommierten Künstlers war “ganz Wittlich” ins Georg-Meistermann-Museum gekommen. Unter den Gratulanten waren unter anderem der Promi-Wirt Friedel Drautzburg, der als Freund einführte und Christoph Adams am Klavier. Der Trierische Volksfreund präsentiert die Veranstaltung im Rahmen der Eifel- Kulturtage.

 Wittlich. Zwei blaue Kulleraugen leuchten aus den schwarzen Höhlen des Totenschädels mit der Clownsnase. “Mein Wappen sozusagen”, lacht Tony Munzlinger, und durch das Lachen klingt Ernst. Tatsächlich sind der kahle Schädel mit den Zahnlücken und die lustige rote Knollennase so etwas wie die beiden Pole im Leben und in der Arbeit des Malers, Zeichners, Cartoonisten und Trickfilmers. Auch wenn er in Italien lebt, so ist der Künstler doch immer unterwegs, um in der Provinz des menschlichen Alltags das Land Absurdistan aufzuspüren. Das setzt er mal bunt, mal bitterböse ins Bild, mit hintergründigem Humor, genau auf dem Punkt, aber immer vergnüglich anzusehen. Schier unerschöpflich sind der Einfallsreichtum und die Erzählkunst des kleinen grauhaarigen Mannes, dessen Spaßigkeit bisweilen den inneren Rückzug zu decken scheint. Tony Munzlinger gehört zu den besten Karikaturisten dieser Zeit. Das legendäre Life Magazin widmete ihm ein Cover, seine Trickfilme sind unvergessen, seine Bücher begehrt, seine Preise zahlreich. In der umfangreichen Werkschau zum 75. Geburtstag ist der ganze bildkünstlerische Munzlinger zu besichtigen, mit seinen vielen Facetten, seinen Landschaften, seinen Temperamenten und Vorlieben, wozu selbstredend die Musik gehört. Nicht ohne Grund gelang ihm mit seinem Buch “Jazz” in New York der Durchbruch.  Als professioneller Dilettant pflegt sich der Maler ohne akademische Ausbildung gern selbstironisch zu qualifizieren. Woran er allerdings keinen Zweifel lässt: “Ich strebe handwerkliche Perfektion an”. Die fällt auch gleich in Wittlich ins Auge, zudem seine Lust an der Farbe wie am kunstgeschichtlichen “Crossover” vom Mittelalter bis zum poppigen Comic. Allerdings: auch wenn’s noch so bunt wird, Munzlingers Bilder bleiben meist ein wenig kühl, nur hier und da wird ein anderer Munzlinger sichtbar, ein Poet mit zarter Seele. Wie unerbittlich genau er sieht, zeigen Arbeiten wie sein “Gotteskrieger” und sein “bloßgestellter Papst”. Die bewegendsten Bilder bleiben freilich sein “Totentanz”. Erste Erfahrungen mit dem Tod machte der Künstler seinerzeit auch in Wittlich, damals, als er als Messdiener zu “Letzten Ölungen” mitgehen musste. Jahre später schickte er seinem ersten Verleger mit sicherem Marktinstinkt “einen Posten (gezeichneter) Leichen” und war im Geschäft. Heute sagt der Mann mit dem unüberhörbaren Ernst hinter dem Lachen: “Ich denke jeden Tag an den Tod”. Er kann eben immer auch anders.

“Wir haben Besuch”

Dienstag, den 19. Mai 2009

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 Sonntag, 11 Uhr, Messe in St. Markus oder Museumsbesuch im Alten Rathaus? Für Letzteres entschieden sich rund 200 Menschen in Wittlich. Dort trafen sie Tony Munzlinger und sahen die Jubiläumsausstellung zu seinem 75. Geburtstag. Motto: “Ich kann auch ganz anders”. 

Wittlich. (sos) “Krawattenzwang” heißt eines seiner Werke, “Wir haben Besuch” ein anderes. Und wenn Tony Munzlinger Besuch bekommt, gilt sicher kein Krawattenzwang, und es lugt naturgemäß auch keine Knochenhand aus dem Anzugsärmel. Allerdings ziemlich in Schale geworfen haben sich die meisten, die am Sonntagmorgen zielstrebig im Georg-Meistermann-Museum die Treppe hinauf in den alten Ratssaal strömten. Dort kam es zum Stau. Um elf Uhr war dann praktisch wegen Überfüllung geschlossen.
 
“Draußen vor der Tür” - auch ein Titel eines Werks des gebürtigen Wittlichers - war es trotzdem nicht ungemütlich. Außer für die, denen etwa Munzlingers spezieller Humor womöglich immer noch das Gruseln lehrt. Angefangen bei den schwarzgetuschten satirischen Arbeiten aus der legendären Reihe “Warum leben Sie noch” - das Buch erschien 1962 (!) - bis zu den skurrilen Bilderehen, die Leben und Tod als ewiges Bündnis auch in Munzlingers neuen Arbeiten eingehen. Dabei nimmt der Künstler diese Allianz stets gelassen, bei ihm kann ein Skelett halt die Bizeps zeigen. Das Leben ist trotzdem schön. Jedenfalls gibt es zum Leben schöne Orte. Die zeigt Munzlingers “autobiografisches Landschaftspuzzle”. Das sind 33 kleinformatige, kunterbunte Landschaftsbilder, die dicht an dicht gehängt, zum Spaziergang durch Tonys Welt einladen. 
 
Über Tonys Welt konnte man im proppenvollen Ratssaal zur Vernissage etwas von Albert Klein, der als erster Beigeordneter die Schau eröffnete, und Friedel Drautzburg, ebenfalls ein Wittlicher “Promi”, erfahren. Vielleicht noch mehr im Anschluss an die Reden, glaubt man an die Magie der Musik. Da lehnte Tony Munzlinger entrückt am Tisch, sanft zum Klavier gebeugt, das Christoph Adams spielte. Dazu gesellten sich Kontrabass und Saxofon, ein Stück hieß “Schladter Mühle”. 
 
Da verschränkte der zuvor beklatschte Künstler seine Arme und schien leise in Gedanken mit seinen musikalischen Freunden an die Lieser zu flüchten. Eine kleine Melancholie später, ein junges Lachen hebt die Augenbrauen, letzter Applaus des Morgens. Der kam von Tony Munzlinger und galt der Musik.

“Ich kann auch anders!”

Dienstag, den 7. April 2009

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Gemaltes, Gezeichnetes und Gesägtes von Tony Munzlinger zum 75.
 Ausstellungseröffnung am 17. Mai 2009, 11 Uhr, am „Internationalen Museumstag“ im Wittlicher Georg-Meistermann-Museum   Am „Internationalen Museumstag 2008“ präsentiert das Wittlicher Georg-Meistermann-Museum die Jubiläumsausstellung zum 75. Geburtstag von Tony Munzlinger.

Durch seine parodistischen und satirischen Zeichnungen, Grafiken, Plakate, Malereien, Wandbilder, Keramiken und Filme wurde der gebürtige Wittlicher einem internationalen Publikum bekannt. In Life, Times, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit und unter anderem in der Pardon wurden seine pointenreichen Karikaturen immer wieder veröffentlicht. Zahlreiche Ausstellungen und aufwendig gestalteten Publikationen haben dem Autodidakten eine große Aufmerksamkeit und Anerkennung beschert.

 Der Mensch, der Jazz, die Natur, die Tiere und der Tod beschäftigen Munzlinger in besonderer Weise.Folglich sind das Anthropologische, das Leben, die Vergänglichkeit, die Melancholie und die Skurrilität des Alltages seine ureigenen Themen. Aus tagespolitischen Aktualitäten hingegen hält er sich lieber heraus. Nicht das Streitbare, die Kontroverse oder der politische, zynische Biss interessieren ihn, sondern das genaue Beobachten und analytische Beschreiben. Dennoch ist seine Bildsprache genauso liebevoll zugespitzt wie seine Stifte. Deren Vokabular lebt sowohl von der spielerischen Ironie, dem hintergründigen Witz, der entlarvenden Wiedergabe als auch von der nachdenklichen Tiefe.Dabei überrascht Munzlinger immer wieder mit einem Feuerwerk an Einfällen, die den oberflächlichen Kalauer genauso meiden wie den moralischen Fingerzeig.  Deutlich merkt man dem themenreichen und beredten Gesamtwerk an, dass dem Künstler die sprachwitzigen Bildideen und geistreichen Reflektionen niemals ausgehen. Mit schneidigem Strich, raffinierten Formlösungen und leuchtenden Farben dringen sie nicht nur in den Kopf, sondern ebenso in die Seele des Betrachters ein. Sinnliche Augenlust, überbordende Phantasie und der augenzwinkernde Charme über die menschlichen Absurditäten zeichnen die künstlerische Handschrift von Tony Munzlinger aus. Bei im wird der Mensch nicht lächerlich gemacht, sondern die komischen Seiten des menschlichen Daseins auf die Schippe genommen. Dass es dabei viel zu lachen gibt, ist gewollt, wie ansonsten wollte man die mannigfaltigen Lächerlichkeiten des Lebens ertragen. 

Kulturamtsleiter Dr. Justinus Maria Calleen führt zur Ausstellungseröffnung ein Künstler- und Ateliergespräch mit Tony Munzlinger.Mit Improvisationen am Klavier wird Christoph Adams auf die Werkschau reagieren. Die Ausstellung „Ich kann auch anders!“ von Tony Munzlinger ist im Georg-Meistermann-Museum vom 17. Mai bis 26. Juli 2009, dienstags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr, samstags 11 bis 17 Uhr, sonntags und feiertags von 14 bis 17 Uhr, bei kostenfreiem Eintritt zu sehen. Sie ist als Kooperation mit den „Eifel-Kulturtagen 09“ angelegt.  Text: Dr. Justinus Maria Calleen

Ausstellungseröffnung in Luxemburg

Sonntag, den 2. März 2008

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Mit circa 100 Besuchern wurde am gestrigen Samstag die Doppelausstellung “Jazz for Cats only” und die Totenserie “Danse Macabre” eröffnet. Tony Munzlinger selbst war an diesem Tag extra nach Luxemburg angereist und hatte die Bilder persönlich im Kreuzgang sowie dem Gewölbekeller des ehemaligen Klosters gehangen. Nach der Laudatio des Directors des Hauses, Claude Frisoni sowie der Organisatorin Hildegard Adams, Art Promotions kam der Künstler selbst zu Wort und bedankte sich bei allen Besuchern, darunter auch viele Freunde und Bekannte, die unter anderem auch zahlreich aus seiner ehemaligen Heimatstadt Wittlich angereist waren. Für die Musik war der aus Berlin angereiste Jazzpianist Christoph Adams, ein langjähriger Freund Munzlingers, zuständig. Die Ausstellung ist noch zu sehen bis zum 27.März 2008. Der Eintritt ist frei. Weitere Bilder von der Ausstellung finden Sie auf dieser Seite

Doppelausstellung in Luxemburg

Montag, den 4. Februar 2008

Danca Jazz

Vom 1. bis zum 27. März ist im Kloster Abbaye de Neumünster, Luxemburg die Doppelausstellung DANZA MACABRA sowie JAZZ-FOR CATS ONLYzu bestaunen. Die Vernissage findet am Samstag, den 1.März 2008 um 17.00 Uhr statt. Der Künstler Tony Munzlinger wird an diesem Abend anwesend sein.

Die Karriere von Tony Munzlinger, der 1934 in Wittlich an der Mosel geboren wurde, begann in den 50ern und Anfang der 60er Jahre mit dem Bau des City-Büros der Air France in Köln.
Neben dieser Tätigkeit widmete er sich zeitgleich der Malerei und so entstanden völlig autodidaktisch u.a. makaber-heitere Zeichnungen, die 1962 als Buch erschienen.

Seine Reihe „Danza Macabra“ besteht aus Zeichnungen aus dem unerschöpflichen und rabenschwarzen Themenkreis, der ihn 1962 mit einem Schlag bekannt machte. Seinem ersten Buch „Warum leben Sie noch?“ folgten weitere Ausgaben sowie insbesondere Aufträge für die satirische Zeitschrift „Pardon“ und für Dutzende von Zeitungen wie z.B. das LIFE-Magazine, die FAZ, Die Zeit, The Times oder La Natione.

Als inzwischen freier Künstler veröffentlichte Tony Munzlinger 1965 sein bekanntestes Werk, das heute vergriffene Buch „Jazz - For Cats only“, dessen Duplikate auch im berühmten Jazzlokal „Blue Note“ in New York zu sehen sind. Die Originale sind seither ständig auf den Ausstellungen weltweit zu bewundern u.a. im Musee d’Art Moderne (Paris), Jazz Museum (New York), Essex House (London), Poster Biennale (Warschau), Palazzo Paolina (Viareggio), Schloß Mirabell (Salzburg), Palazzo Lanfranchi (Pisa) oder auch in der Neuen Philarmonie (Berlin).

Munzlinger, der ein talentierter Jazzer ist und „als erster Zeichner, der Jazz wirklich versteht“ konnte sich mit diesen Werken vor allem in den USA einen Namen machen.